CHRONIK

Die Anfänge

Über das Gründungsjahr gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen, es liegen nur mündliche Überlieferungen vor. Nachdem im Jahre 1955 das 75-jährige Gründungsfest des Musikvereines gefeiert wurde, muss es aber bereits um 1880 eine erste Spielgruppe für festliche Anlässe gegeben haben.

Für die Zeit um die Jahrhundertwende ist die Blasmusikgruppe Steiner in Erinnerung. Es folgte die Bachbauer-Schraml Blasmusik, die dann von der Gsperrbauern Blasmusik abgelöst wurde. Hier waren die Gsöllpointner (Vater und Söhne) die führenden Musiker.

Während des 1. Weltkrieges trat keine Kapelle in Erscheinung, da fast alle Musiker ins Feld ziehen mussten.

Nach 1922 bildete sich die Musikkapelle Oberplaissa-Hintstein. Kapellmeister Georg Gsöllpointner hat sich in dieser Zeit durch die Ausbildung von jungen Musikerinnen und Musikern besonders verdient gemacht. Dieser Kapelle gehörten 24 aktive Mitglieder an.

Gleichzeitig wurde von Josef Gsöllpointner die alte Gsperrbauern-Blasmusik als Großraminger Blasmusik weitergeführt. Diese umfasste ca. 16 bis 20 Personen.

Im Jahre 1930 wurden beide Kapellen von Pfarrer Pauzenberger vereinigt. Die Leitung übernahm Josef Gsöllpointner. Durch Beistellung von Instrumenten und einem Übungsraum im Pfarrhof trat  Pauzenberger als besonderer Förderer in Erscheinung.

Von 1932 bis 1935 war Lehrer Karl Moser Kapellmeister.

 

Die Bachbauer - Schraml Blasmusik

(ca. 1902 - 1907)

Gründung des Musikvereines

Die erste ordentliche Gründungsversammlung des Musikvereines Großraming fand am 27. Jänner 1935 statt. Zum 1. Obmann wurde Johann Schraml, Bachbauer im Lumplgraben, gewählt.

In der Folge leiteten den Musikverein die Obmänner: Josef Wick ( - 1946), Hans Hellerschmidt (1946 – 1950), Josef Stegmüller (1950 – 1053), Bürgermeister Franz Kornsteiner (1953 – 1956), Vizebürgermeister Markus Bernreitner (1956 – 1965) und Franz Haider (1965 – 1966), Markus Bernreitner wurde Ehrenobmann.

Josef Gsöllpintner, Briefträger und ehemaliger Militärmusiker, wurde 1935 Kapellmeister und blieb dies bis 1951. Ihm folgte bis 1953 Oberlehrer Bachinger. Dieser wurde wieder von Josef Gsöllpointner abgelöst. Von 1954 bis 1958 leitete der Bezirkskapellmeister Franz Perner die Musikkapelle Großraming.

Am 2. und 3. Juli 1955 feierte man das 75-jährige Bestandsjubiläum im Rahmen eines Bezirksmusikfestes.

1958 wurde dem Ehrenkapellmeister Josef Gsöllpointner für seine Verdienste die Goldene Ehrennadel des Bundes der Blasmusikkapellen verliehen. Von 1958 bis 1961 leitete er nochmals die Kapelle. Im Marschwettbewerb bei Bezirksmusikfest 1960 in Ternberg erreichte Großraming den 1. Preis.

Vom 26.2.1961 bis 26.7.1961 war Alfred Bischof Kapellmeister. Ihm folge Josef Pölzl.

In der Jahreshauptversammlung vom 12. 6. 1966 kam es zur Auflösung des Musikvereines Großraming.

 

 

Die Gsperrbauernblasmusik

(um 1910 aktiv)

Musikverein „Frisch auf“

Der Musikverein „Frisch auf“ Großraming wurde am Sonntag,

15.5.1966, gegründet. Proponenten waren Michael Guttmann und Prof. Otto Sulzer. Die Gründung des Vereines und dessen Statuten wurden von der Sicherheitsdirektion für O.Ö. am 15.7. genehmigt. Die 1. Generalversammlung fand am 11.12.1966 statt, bei der Michael Guttmann zum Obmann und Prof. Otto Sulzer zum Kapellmeister gewählt wurden. Dem Verein standen am Anfang 18 Musikerinnen und Musiker zur Verfügung. Am 17.3.1967 beschloss der Gemeinderat die Übergabe des Vermögens des aufgelösten Vereines an „Frisch auf“ Großraming. Bald darauf wurden die Musiker/innen mit der Hammerherrentracht des Eisenwurzengebietes ausgestattet.

Der Verein „Frisch auf“ bemüht sich seit der Gründung um die volkstümliche Unterhaltungsmusik. Die Musikkapelle steht für alle kirchlichen Feiern, für Gemeindefeste und zur Förderung des Fremdenverkehrs zur Verfügung. Im Juni 1967 nahm die Kapelle am 1. burgenländischen internationalen Blasmusiktreffen in Schattendorf teil. Am 26.5.1968 beteiligten sich Musiker/innen an einem Großkonzert anlässlich des Blasmusiktages in Steyr. Acht Auslandsfahrten standen im Zeichen der Tourismuswerbung (zwei Mal Gent – Belgien, zwei Mal Endersbach bei Stuttgart, drei Mal Straubig und je ein Mal Mummingen und Megesheim).

Ab März 1973 wurde dem Verein im alten Volksschulgebäude ein eigener Probenraum überlassen. Von 1969 – 1972 war Herbert Schraml Kapellmeister. Ihm folgte Hermann Fallmann. Dieser begann seine Laufbahn 1947 bei der Blasmusik und Kirchenmusik in Weyer. Außerdem wirkte er damals als Trompeter beim Weyrer Orchester mit. In den Jahren 1964/65 spielte er bereits bei der Musikkapelle Pechgraben. 1966 wurde Fallmann 1. Flügelhornist beim Musikverein „Frisch auf“. Als Kapellmeister hat er seit 1972 schon 11 Musiker/innen ausgebildet. Diese Aufgabe war ihm ein großes Anliegen. Mit Jahreswechsel 1976/77 übernahm Roman Lirscher die Obmannstelle des Musikvereines. Sein Stellvertreter war Michael Stangl.

Zum Kultursommer Großraming vom 6. Juni – 30. September 1979 leistete „Frisch auf“ einen wesentlichen Beitrag. Dadurch entstand ein neues Gemeinschaftsgefühl in der Bevölkerung. Im Rahmen der Fremdenverkehrswerbung gewann die Musikkapelle viele Freunde und Freundinnen im In- und Ausland. So konnten sogar Belgier/innen als unterstützende Mitglieder gewonnen werden. Dr. Herwig Mandl hatte von 1986 bis 1989 das Amt des Obmanns inne.

Der Verein zeichnete bisher Josef Stegmüller und Michael Guttmann mit der Ehrenobmannwürde aus. Zum Ehrenkapellmeister wurde Herbert Schraml ernannt.

 

 

Musikkapelle und Stabführer Schörkhuber Hermann

(um 1970)

Musikverein Großraming

Der Musikverein „Frisch auf“ wird in Musikverein Großraming umbenannt. Seit 1982 ist Peter Schraml Kapellmeister. Ihm ist die Förderung von jungen Musikerinnen und Musikern sehr wichtig. Mit seinen Musicalproduktionen („Freude“, „Die letzte Gelegenheit“, „Moses“, „Troja“, „Die Akte Luzifer“, „Tamio & Illia. Eine verbotene Liebe“) setzt er seit 2003 wesentliche Akzente im kulturellen Geschehen in der Gemeinde.

2003 folgt DI Johann Brenn Karl Brandner, der dem Verein seit 1990 vorstand, als Obmann.

 

Gemeinschaftsfoto 1980 anlässlich des 100-jährigen Jubiläums 

 

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